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Um die Arbeit des Vereins zugänglicher zu machen veröffentlichen wir hier beispielhaft für die anderen Kinder einen Auszug aus der Lebensgeschichte von Erika
Erika ist anderthalb Jahre alt und mit fünf Monaten in das Kinderheim “Träume und Hoffnungen” gekommen. Sie hatte ein sehr trauriges Gesichtchen und weinte viel, und ihre Geschichte beginnt mit der ihrer Mutter: diese wurde von ihrem Bruder sexuell missbraucht, welcher auch ein daraus entstandenes Kind nach dessen Geburt, mit Hilfe der Oma der kleinen Erika, erstickte und in deren Haus verscharrte. Als die Behörden davon erfuhren, wurde Erikas Onkel und ihre Oma verhaftet und sie sitzen nun im Gefängnis.
Erikas Mutter wusste sich nicht anders zu helfen als auf der Straße zu leben, wo sie den Vater der kleinen Erika kennenlernte, ohne jedoch jemals einen [festen] Ort zum Leben gehabt zu haben.
Als die kleine Erika geboren wurde, sagte sie, dass sie sie nicht haben wolle, da sie sie daran hinderte, ihre Jugend zu genießen. So vagabundierte sie also mit ihrer Tochter von einem Ort zum nächsten, von einer Familie zur anderen, zu jedwedem der sie und ihre Tochter aufnahm.
Eines Tages zeigte eine dieser Familien, die sie von der Straße geholt hatten, wegen Kindesmisshandlung gegenüber der Kleinen an, und auch weil Erikas Mutter ihnen gesagt hatte, dass sie beschlossen hatte, sie wegzugeben, und wenn sie sie nicht haben wollten, würde sie sie umbringen, wie es ihre Mutter und ihr Bruder mit ihrem anderen Kind getan hatten.
Die besagte Familie übergab die kleine Erika sofort den Behörden, und so gelangte sie in das Heim. Sie hat von allen Menschen, die im Heim tätig sind, viel Zuwendung erfahren und ist mit anderen Kindern ihres Alters zusammen aufgewachsen. Sie ist ein sehr hübsches und liebliches Kind, das trotz der Unterernährung, an der sie bei ihrer Ankunft litt, nun ein sehr großes Mädchen ist und prima laufen gelernt hat; und sie hat es geschafft, die Schwierigkeiten, der sie sich trotz ihres zarten Alters gegenüber sah, zu überdauern.